2018

Wir sollen handeln; nicht um dem Schicksal zu widerstreben,
das können wir nicht, aber um ihm entgegenzukommen.

Christian Friedrich Hebbel (1813-1863), deutscher Dramatiker und Lyriker

Ehrung

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung konnte sich die ausscheidende Vorsitzende, Hannelore Tommek, letztmalig bei einigen ehrenamtlichen Helfern bedanken.

Marianne Hoppenbrock (li.) wurde für ihre 20jährige ehrenamtliche Mitarbeit und Gitta Weinand (mi.) für ihre 10jährige Mitarbeit ausgezeichnet.

Hier bedankt sich Hannelore Tommek bei Monika Schürmann für ihr 10jähriges Engagement. Nicht anwesend war Heinz Karrasch der ebenfalls 10 Jahre unermüdlich mithilft. Vielen Dank.

Meller Kreisblatt vom 23. Oktober 2018

Internet "noz.de" vom 22. Oktober 2018

Fredemann-Oberschule Neuenkirchen
Achtklässler sammeln Lebensmittel für die Tafel Melle

Von Michael Hengehold


Vier Kisten voller Lebensmittel haben die Schüler der 8d für die Tafel Melle gesammelt. Zum Orgateam gehörten (von links) Diana, Lisa und Anastasia. Foto: Michael Hengehold

Neuenkirchen. Eine Woche lang haben Achtklässler der Wilhelm-Fredemann-Oberschule in den beiden großen Pausen in der Aula gewartet und gehofft, dass jemand Nougatcreme, Chips oder wenigstens Mehl und Zucker vorbeibringt. Denn die Teenager haben Lebensmittel für die Tafel Melle gesammelt, die demnächst übergeben werden.

Die Idee hatten allerdings nicht die Schüler selbst, sondern ihr Klassenlehrer Hendrik Witte, der die Aktion „Kauf eins mehr“ aus seinem Heimatort Hagen kennt. Dabei werden Kunden gebeten, ein Lebensmittel mehr zu kaufen, als sie benötigen, die werden gesammelt und gespendet.
„Die waren sofort begeistert davon“

Diese Aktion hatte der Pädagoge im Hinterkopf, als er seine Schüler fragte, ob sie nicht etwas Ähnliches zugunsten der Tafel Melle aufziehen wollen. Lisa, Diana, Anastasia und Sina-Lee meldeten sich und übernahmen die Organisation. Sie überlegten sich zunächst, was genau sie mit der Tafel besprechen wollten, wenn sie dort anrufen würden. „Wir haben dann gefragt, ob die das überhaupt wollen und was die gebrauchen können“, berichtet Lisa (13), „die waren sofort begeistert davon und haben uns gesagt, dass Haltbares wie Zucker, Mehl, Nudeln und Reis am besten sind.“ „Und dann sind wir in die Klassen gegangen und haben das allen gesagt“, fügt Anastasia (14) an. „Und wir haben Plakate gemacht und in der Schule aufgehängt“, ergänzt Diana (13).
Sechs Kilo Mehl, neun Kilo Zucker und 24 Packungen Nudeln

Das Mädchenquartett und ihre 15 Mitschüler der 8d haben dann eine Woche lang abwechselnd ihre Pausen geopfert und die Lebensmittel-Spenden in Empfang genommen. Immer zwei haben in der Aula gesessen und aufgepasst, das nichts wegkommt. Immerhin wurden ja auch Leckereien wie Kekse, Bonbons und Gummibärchen abgegeben. Eher weniger in Gefahr waren wahrscheinlich die sechs Kilo Mehl, neun Kilo Zucker und 24 Packungen Nudeln, die ihren Weg in die Sammelkörbe fanden. Dort trafen sie auf Salz, Ketchup, Konserven, Saftflaschen, selbst gemachte Marmelade und manches mehr. Vier Kisten wurden gefüllt und sollen der Tafel übergeben werden.

Dort freut man sich schon auf die Schüler. „Eine ganz tolle Sache“, findet das die stellvertretende Vorsitzende Ursula Runge. Und der neue Vorsitzende Hans Brokamp freut sich darüber, „dass die Jugendlichen die Idee so aufnehmen und den Draht dazu haben.“

Meller Kreisblatt vom 18. September 2018

Facebook vom 17. September 2018

Vielen Dank für die freundlichen Zeilen und die jahrelange hervorragende Zusammenarbeit.

20 Jahre Meller Tafel, 15. September 2018

Alles ist vorbereitet

Damals

Vors. Hannelore Tommek mit dem stellv. Vors. Hans Brokamp, welcher durchs Programm führte

Grußwort von Bürgermeister Reinhard Scholz

Viel Glück

Eine gut besuchte Veranstaltung. Vielen Dank. (Fotos: DEr)

Meller Kreisblatt vom 13. September 2018

Quelle: https://de-de.facebook.com/GerdaHoevel/

Stellungnahme der Meller Tafel e.V.

Die Meller Tafel e. V. stellt fest, dass seit 2015 die Zahl der Bedürftigen, unter anderem auch begründet durch den Zuzug von Flüchtlingen, in unserer Hauptstelle in Melle und den Nebenstellen in Bünde und Bad Essen-Rabber angestiegen ist. Probleme in der Nebenstelle Rabber gab es deswegen nicht; einige gab es in Melle, die aber dort zur Zufriedenheit aller gelöst werden konnten.
Eine Leserin der Neuen Westfälischen Zeitung, die auch Kundin der Bünder Tafel ist, ist bei der Zeitung vorstellig geworden und beklagte sich über mangelnde Rücksichtnahme der Kunden untereinander. Es besteht ihrer Meinung nach Handlungsbedarf. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Bünder Tafel zeigen Verständnis für die schwierige Situation der Kundin. Die Meller Tafel e. V. und auch das Deutsche Rote Kreuz, das dankenswerterweise der Tafel die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung stellt, stellen fest, dass Probleme benannt und gelöst werden. Die Tafel und ebenso das DRK legen Wert darauf zu betonen, dass bei der Problemlösung weiterhin ausschließlich die Bedürftigkeit das einzige Kriterium der Lebensmittelausgabe sein wird. Vor Ort wird man feststellen, wer Probleme verursacht, um angemessene Maßnahmen ergreifen zu können. Hierbei hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass dankenswerterweise auch die Stadt Bünde Hilfe anbietet.
Die Ausgabezeiten werden nicht geändert. Die Meller Tafel e. V. sieht das Zusammentreffen der „gemischten“ Gruppe der Bedürftigen positiv, da auf Grund des Kennenlernens Hemmungen und Vorurteile abgebaut werden können, was eine wesentliche Voraussetzung für eine hoffentlich gelingende Integration ist.
Betonen möchte die Meller Tafel e. V.:
Alle ehrenamtlichen Mitarbeiter verfolgen mit ihrer Arbeit ein wesentliches Ziel: Menschen, die aufgrund unterschiedlichster Lebensumstände in Not geraten sind mit Lebensmitteln zu versorgen, die gespendet werden oder sogar vernichtet würden. Siehe auch Homepage der Meller Tafel e. V. (www.meller-tafel.de)

Pressemitteilung aus Bünde

Internet "noz.de" vom 11. März 2018

Nach Kontroverse um Essener Tafel Meller Tafel-Chefin: Herkunft der Leute ist uns egal
Von Martin Heuer

Die Meller Tafel versorgt im Laufe der Woche rund 200 Personen, egal welcher Herkunft. Foto: Kirsten Muck

Melle. Die Tafel in Essen nimmt vorerst nur noch Deutsche auf, beim Gegenstück in Melle sind weiterhin Kunden aller Nationalitäten willkommen. „Das in Essen war ein Hilfeschrei. Bei uns gibt es so etwas nicht,“ versichert Hannelore Tommek.

Angeblich, weil sich einheimische Senioren und Frauen nicht mehr wohl fühlten, nehmen die Verantwortlichen in Essen nur noch Kunden mit deutschen Pass auf. Außerdem sei der Ausländeranteil in Essen mit rund drei Viertel besonders hoch, hieß es von den Verantwortlichen um Tafel-Chef Jörg Sartor. Der ungewöhnliche Fall hatte eine Debatte weit über die Stadt entfacht - selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte Kritik.
200 Kunden an drei Nachmittagen
Wie stellt sich die Situation in Melle dar? „Kleinere Probleme gibt‘s überall, aber alle müssen sich an die Regeln halten“, sagt Tafel-Vorsitzende Tommek. Bei Streitigkeiten habe es schon einmal kurzzeitige Hausverbote gegeben, aber Trennungen von Kunden nur in ganz speziellen Einzelfällen.
So habe es in Bünde, neben Rabber eine von zwei Außenstellen der Meller Tafel, schon größere Probleme gegeben: „Da bestand schon Handlungsbedarf. Aber für uns ist die Bedürftigkeit der Menschen entscheidend, alles andere wie zum Beispiel die Herkunft ist egal“, stellt der stellvertretende Vorsitzende der Meller Tafel, Hans Brokamp, klar.

Die Tafel in Melle, an der sich im Laufe der Woche an drei Nachmittagen rund 200 Kunden (Tommek: „Das sind zu 90 Prozent Stammkunden“) bedienen, beugt vor. So werden am Mittwoch besonders Benachteiligte versorgt: „Da sind Schwerbehinderte, alleimerziehende Mütter oder ältere Rentner dabei“, erklärt Tommek. Wie viele ihrer Kunden ausländischer Herkunft sind, kann Tommek nicht genau sagen. „Wir müssen mal eine Statistik erstellen“, sagt die Vorsitzende.

932 deutsche Tafeln
Haben sich Ausländer oder Flüchtlinge schon einmal ungebührlich benommen? „Anfangs gab es kleinere Probleme. Auch nachvollziehbare Handlungen, wie das gierige Greifen nach Lebensmitteln, sind schon mal vorgekommen. Aber das hat sich schnell beruhigt“, so Tommek.
Die Gesamtzahl der Tafeln in Deutschland liegt aktuell bei 932 Mitgliedstafeln im Bundesverband mit über 2000 Ausgabestellen (Stand: 17. Januar 2018). Die erste Tafel wurde 1993 in Berlin gegründet. Nach dem Vorbild anderer ehrenamtlich agierender Tafeln wurde im April 1998 die Meller Tafel ins Leben gerufen.
Die Tafeln versorgen regelmäßig rund 1,5 Millionen bedürftige Menschen mit Lebensmittelspenden, davon 24 Prozent Kinder und Jugendliche und 23 Prozent Rentner. Mehr als 60000 ehrenamtliche Helfer sind im Einsatz.

Meller Kreisblatt vom 06. Februar 2018

Meller Kreisblatt vom 30. Januar 2018